
Zeiten des Mangels –
Frühneuzeitliche Literatur unter den Eindrücken der ›Kleinen Eiszeit‹
Call for Papers
Lange Winter, Frühjahrsfröste, Hagel und Niederschläge zur Erntezeit: Durch die klimatischen Bedingungen der ›Kleinen Eiszeit‹ ist das Leben in der frühen Neuzeit stets von Mangelerfahrungen bedroht. Durch Teuerung, allgemeine Pauperisierung und einer damit einhergehenden Verschlechterung der gesundheitlichen Situation rücken die Lebensumstände insbesondere ärmerer Gesellschaftsschichten zunehmend ins Prekäre.
Unter dem Titel Zeiten des Mangels – Frühneuzeitliche Literatur unter den Eindrücken der ›Kleinen Eiszeit‹ widmet sich die Tagung der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Die Spuren der ‚Kleinen Eiszeit‘ in der Literatur der frühen Neuzeit (1570–1780)“ der Frage, wie frühneuzeitliche Literatur auf solch körperlichen und sozioökonomischen Mangel reagiert, welchen Platz Darstellungen des Mangels in der Literatur jener Zeit einnimmt und ob damit eine spezifische ›Ästhetik des Mangels‹ einhergeht. Eine Publikation der Tagungsergebnisse ist geplant.
Vorläufiges Programm
Carolin Giere: Texte im Überfluss – Aufgabe für eine Datenbank?
Marvin Jonathan Asmussen: Maunder-Minimum und Mangel-Metaphern?
Anne Ramin: Lalischer Mangel? Mangel und Überfluss im Faustbuch und im Lalebuch
