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Anne Ramin

Doktorandin · Emmy-Noether-Gruppe LitLIA
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Rolle und Forschung im Projekt
Projektpublikation
Vorträge im Projektkontext
Lehre im Projektkontext

Rolle im Projekt

Anne-Kathrin Ramin – Dissertationsprojekt Prosa

Anne-Kathrin Ramin untersucht Literarisierungen von Überfluss und Mangel in Prosaerzählungen des späten 16. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Kleinen Eiszeit. Sie ist außerdem für das Design und die Organisation des Online-Kolloquiums „Early Modern Climate Cultures“ mitverantwortlich und koordiniert die Tagungsorganisation.

Dissertationsprojekt
Literarisierung von Überfluss und Mangel im Kontext der ›Kleinen Eiszeit‹ in Prosaerzählungen des späten 16. Jahrhunderts
Geplantes Abgabedatum: Herbst 2028
Erstbetreuung: Jun.-Prof. Dr. Joana van de Löcht, Universität Münster
Zweitbetreuung: Prof. Dr. Hans Jürgen Scheuer, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Auswirkungen der ‚Kleinen Eiszeit' enden nicht mit Schnee, Eis und Frost. Das Projekt rückt Mangel als Folge veränderter Witterung ins Zentrum: Ernteausfälle, blockierte Handelswege und damit einhergehende Teuerungen sorgen für einen Mangel an Nahrung, der in breiten Bevölkerungsgruppen als drängendes Problem spürbar war. Über die These, dass sich literarische Texte zumindest in Teilen als Reaktion auf solche realweltlichen Probleme lesen lassen, verfolgt die Arbeit einen problemgeschichtlichen Ansatz. Anhand von Darstellungen von Mangel und Überfluss soll untersucht werden, ob und wie solche Kontexte Eingang in Literaturproduktion finden können.

Als Fundament dient hierfür die Betrachtung des zeitgenössischen Buchmarktes, welcher als Archiv und Brücke zwischen Literatur und Wirklichkeit verstanden wird. Ausgangspunkt ist dabei die Annahme, dass Druckentscheidungen – wie beispielsweise die Aufnahme eines literarischen Textes in ein deutlich von Gebrauchs- und Fachtexten geprägtes Programm – nicht unabhängig von den Interessen und Bedürfnissen eines potenziellen Publikums getroffen werden. Durch die Betrachtung von Erzähltexten als Produkte spezifischer Publikationskontexte eröffnen sich weitere Perspektiven auf die Bedeutung von erzählender Literatur im Verhältnis zu ihrer Entstehungszeit.

Im Mittelpunkt der Studie stehen dabei vier Texte, die sich durch einen produktiven Umgang mit den Spielarten von Mangel und Überfluss auszeichnen: zum einen das ‚Faustbuch' aus der Offizin Johann Spieß' in Frankfurt a. M., ergänzt durch seinen als ‚Wagnerbuch' bekannten Nachfolger, zum anderen das ‚Lalebuch' aus der Straßburger Offizin Bernhard Jobins. Die aus demselben Druckkontext stammende ‚Geschichtklitterung' Johann Fischarts wird ergänzend hinzugezogen.

Foto Anne RaminFoto folgt

Projektpublikationen

Bislang keine Publikationen im Projektkontext.

Vorträge im Projektkontext

11.09.2025
Vortrag zu apokryphen Wahrheitsansprüchen laikaler Erzähler in der Prosa des 16. Jahrhunderts
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Lehrveranstaltungen im Projektkontext

Bislang keine Lehrveranstaltungen im Projektkontext.