CAG

Carolin Anna Giere, M.Ed.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin · Digital Humanities & Klassische / Neulateinische Philologie
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Rolle und Forschung im Projekt
Projektpublikation
Vorträge im Projektkontext
Lehre im Projektkontext

Rolle im Projekt

Carolin Anna Giere – Digital Humanities & Datenbankaufbau

Carolin Anna Giere verantwortet die digitale Forschungsinfrastruktur von LitLIA. Sie konzipiert und betreut die Projektdatenbank, wobei sie sich für die strukturierte Erschließung der Metadaten sowie den Korpusaufbau verantwortlich zeichnet. Für die wissenschaftliche Erschließung untersucht sie die neulateinischen Texte und erprobt für das Projekt KI-gestützte Analyseverfahren (NLP, RAG) für frühneuzeitliche Drucke. Zudem konzipiert und pflegt sie die Projektwebsite.

Dissertationsprojekt
Die neulateinische Gedichtsammlung Lucina (1474) des Dichters Aurelius Laurentius Albrisius aus Pavia – eine Erstedition mit Einleitung, Kommentar und Interpretation
Lat. Philologie des MA und der Neuzeit · Betreuer: Prof. Dr. Thomas Haye (Göttingen)

Die Dissertation legt die erste kritische Edition der neulateinischen Gedichtsammlung Lucina (1474) des Paveser Humanisten Aurelius Laurentius Albrisius vor, die in drei Büchern in über 2.000 Versen in einem Madrider Prachtcodex überliefert ist und dem Sforza-Kanzler Cicco Simonetta gewidmet ist. Die Edition erscheint in zwei einander ergänzenden Gestalten: als gedruckte Ausgabe mit einem interpretatorischem Kommentar sowie als digitale Edition, die über die Printfassung hinausgeht und die Sammlung um erweiterte Inhalte und Erschließungsmöglichkeiten – etwa den diplomatischen Text, die Anbindung an das Handschriftendigitalisat, Register, Volltextsuche und die Sichtbarmachung des Adressaten- und Motivnetzwerks – zugänglich macht. Eine Einleitung verortet Autor, Werk und Umkreis im Mailänder Quattrocento. Im Zentrum steht die gattungstypologische Bestimmung einer Sammlung, die einen liebeselegischen Lucina-Zyklus als roten Faden mit heterogener Gelegenheitsdichtung – Briefgedicht, Panegyrik, Epigramm, Heroide, Totenklage – verknüpft und dabei antike Vorbilder (Ovid, Catull, Martial, Horaz) mit petrarkistischen Modellen, insbesondere den Epistulae metricae, verschränkt. Die Lucina erweist sich so als literarisch überformte Autobiographie und zugleich als poetisches Portfolio, das Patronage einwirbt – ein Zeugnis der Hofkultur und des gelehrten Netzwerks um die Sforza.

Foto Carolin Anna GiereFoto folgt

Vorträge im Projektkontext

02/2025
Respondenz: Korpusaufbau, Datenbank, Edition
Workshop Editionen frühneuzeitlicher Texte, Heidelberg

Projektpublikationen

2025
AufsatzKorpusaufbau, Datenbank, KI-gestützte Analyse
In: Derer/Werle (Hrsg.): Editionen frühneuzeitlicher Texte im 21. Jahrhundert

Lehrveranstaltungen im Projektkontext

Bislang keine Lehrveranstaltungen im Projektkontext.